Abnehmen: Diätarten

Abnehmen: Diätarten

Abnehmen aber wie – Beschreibung und Bewertung verschiedener Diätarten

Ananasdiät:

Bei der Ananasdiät handelt es sich um EIN-Lebensmittel-Diät, in der man sich ausschließlich nur von der Ananas und deren Saftgehalt ernährt. Um auf einen Kalorienwert von 1000 zu kommen muss man täglich zwei bis drei Kilo Ananas verzehren. Die Enzyme der Ananas sollen bewirken, dass der Eiweißabbau unterstützt wird und das Fett im Körper abgebaut wird. Einen wissenschaftlichen Nachweis, dass die Ananas eine fettverbrennende Wirkung haben soll, gibt es jedoch nicht. Bewertung: Es handelt sich bei der Ananasdiät um eine sehr einseitige Ernährung, die Anfangs einen raschen Gewichtsverlust beeinhaltet, der auf den Wasserverlust zurückzuführen ist. Deshalb eignet sich die Ananasdiät nicht dafür, sich dauerhaft so zu ernähren. Wer sich längerfristig mit dieser Diät ernährt, hat mit erheblichen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen und schädigt seinen Körper. Denn dem Körper fehlen lebensnotwendige Eiweiß- und Mineralstoffe. Deshalb ist und bleibt die Ananasdiät keine gute Diät.

Ayurveda:

Ayurveda umfasst ein ganzheitliches Gesundheitskonzept indischen Ursprungs. In jedem Menschen sind die Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha unterschiedlich enthalten, das eine individuelle Auswahl von Lebensmitteln und Mahlzeiten begründet.Die ayurvedische Ernährung setzt sich vor allem aus Salat, Gemüse, Milch und Milchprodukten, Öl und Ghee (geklärte Butter) zusammen. Fleisch, Fisch und Eier sind in Maßen erlaubt. Zudem soll man Alkohol meiden und lieber heißes Wasser oder Kräutertee trinken. Die Ayurvedische Lebensweise wird durch Ernährungsregeln (zum Beispiel die Lebensmittelauswahl und deren Zubereitung), Meditation und Yoga unterstützt.
Bewertung: Die Ernährungsform an sich ist gesund und ausgewogen, allerdings sollte man sich auch insgesamt aufgeschlossen für fernöstliche Philosophien fühlen, dann fällt der Einstieg und die Motivation entsprechend leicht.

Abnehmen und schlank bleiben mit Ayurveda

Brigitte-Diät:

Eine ausgewogene Mischkost mit vielen kombinierbaren Rezepten; die veröffentlichten Rezepte entsprechen immer den neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Brigitte-Diät ist ein Bausteinsystem mit 1.000 -1.500 Kalorien. Als Dauerernährung bei über 1.500 Kalorien geeignet. Zu empfehlen für alle, die sich gerne an Rezepte halten. Gute Erfolgsaussichten, wenn diese Ernährungsweise beibehalten wird.

Bewertung: Es funktioniert, solange man sich genau an die Rezepte hält, hat allerdings als Nachteil einen hohen Zeitaufwand – man/frau muss sich eben mit viel Liebe und Sorgfalt um sichund seine Ernährung kümmern, vielleicht auch eine Chance!

Die Brigitte-Diät. Das Programm, das in mein Leben passt. Brigitte Buch.

Weight Watchers:

Das sind wöchentliche Gruppentreffen, bei denen die Abnehmwilligen von einer Gruppenleiterin motiviert, kontrolliert und informiert werden. Ziel ist eine Umstellung auf eine vollwertige Ernährung. Weight Watchers ist ein Konzept zur Gewichtsreduktion und Ernährungsumstellung und des dazu gehörenden Vertriebsunternehmens. Die Treffen bauen einen subtilen aber wirkungsvollen “Gruppendruck” auf, der von vielen Teilnehmern als positiver Ansporn empfunden wird.
Zentrales Hilfsmittel beim Abnehmen sind die Points, ein Wert, der aus der Kalorienzahl und dem Fettanteil eines Lebensmittels gebildet wird. Beim Eintritt bekommt jedes Mitglied ausgehend von Alter, Geschlecht, Größe und Beschäftigung einen täglichen Points-Wert zugewiesen. Wie diese Points nun verbraucht werden, ist jedem selbst überlassen, wenn auch Wert auf möglichst voll- und hochwertige Lebensmittel gelegt wird. Sportliche Bewegung kann in Points ausgedrückt werden und als Abnahmebeschleuniger oder als zusätzliche Nahrungspoints zur Anrechnung gebracht werden. Gegründet wurde die Firma im Jahr 1963 von der New Yorker Hausfrau Jean Nidetch, die, um nicht alleine abnehmen zu müssen, eine Abnehmgruppe mit ihren Freundinnen ins Leben rief. 1970 gab es erstmals Weight Watchers Gruppen in Deutschland.

Bewertung: Eher geeignet für Menschen, die sich in Gruppen wohl fühlen. Als größter “Nachteil” sind die Kosten anzuführen, mit denen die Weight Watchers-Mitgliedschaft zu Buche schlägt. Für 39 Euro gibt es die Mitgliedschaft einschließlich des Besuchs der Wochentreffen sowie den Zugang zum Weight Watchers Assistenten (sonst 12,95 pro Monat), einer Internet-Datenbank mit Rezepten und Tipps.

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Insulin-Trennkost:

Entwickelt vom Essener Internisten und Ernährungsmediziner Dr. Detlef Pape. Pape fordert keine strikte Trennung von Kohlehydraten und Eiweißen – die Hay’sche These der Übersäuerung weist auch er als überholt und widerlegt zurück. Am Morgen soll man ausschließlich Kohlehydrate zu sich zu nehmen, mittags vollwertige Mischkost (Kohlenhydrate und Eiweiße) und abends ausschließlich eiweißhaltige Nahrungsmittel. Auf Zwischenmahlzeiten wird hier verzichtet, den Pausen (mindestens 5 Stunden) kommt sogar eine besondere Bedeutung zu. Durch den Wechsel von Kohlenhydrat- und Eiweißmahlzeiten einschließlich der langen Esspausen soll erreicht werden, dass das “Fettgewebe 12 Stunden täglich ohne Fettblockade Speicherfette in die Muskelverbrennung abgibt”.

Das Frühstück führt dem Körper Energie zu und löst entsprechend die Produktion des Hormons Insulin aus. Am Abend ist dann nur mehr Eiweiss erlaubt, so dass der Insulinspiegel möglichst niedrig gehalten wird. Zugleich soll sportliche Bewegung am Abend die Fettverbrennung anregen, die dann, so die Theorie, im Schlaf erfolgt. “Insulean.de” bietet zusätzlich eine breite Palette an Nahrungsergänzungsmitteln, mit denen die Insulin-Trennkost unterstützt werden soll. Bewertung: Diese Methode scheint gute Erfolge zu ermöglichen. Bewusstes Ernährungsverhalten und sportliche Bewegung erfordern allerdings ein hohes Maß an Selbstdisziplin.

Unsere Buchtipps:
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Mittelmeer-Diät / Kreta-Diät:

Die Mittelmeer-Diät enthält viel Obst und Gemüse, es sollte nach Möglichkeit immer frisch und nach Möglichkeit wenig belastet sein, am besten aus biologischem Anbau. Obst und Gemüse liefern wertvolle Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Dazu wird oft Fisch und Meeresfrüchte gegessen, sie sind reich an leicht verdaulichem Eiweiß und enthalten Omega-3-Fettsäuren, die eine positive Auswirkung auf den Cholesterinspiegel haben.

Dazu wird in den Mittelmeerländern hochwertiges Olivenöl verwendet. Oliven haben einen großen Anteil am täglichen Essen. Sie liefern wertvolle Fettsäuren und wirken einem zu hohen Cholesterinspiegel entgegen. Obwohl der Fettverbrauch in den Mittelmeerländern relativ höher als bei uns ist, sind dort Herz- und Kreislauferkrankungen viel seltener. Das liegt vor allem an der Art der Fette: Pflanzliche Öle, schonend kaltgepresst, sind viel gesünder als die tierischen Fette, die bei uns versteckt vor allem in Fleisch und Wurst, aber auch Käse stecken. Die Mittelmeer-Kost dagegen besteht vor allem aus Gemüse und Fisch, Knoblauch, etwas Brot und Wein, viel Obst.

Bewertung: Die Mittelmeer-Diät ist weltweit als eine der gesündesten Ernährungsformen anerkannt. Ob sie auch das Gewicht regulieren kann, hängt von der Auswahl der Gerichte und der Menge an Olivenöl und der Menge des Brotes ab. Wenn man die individuelle Art der Zusammenstellung der Lebensmittel mag und Süßigkeiten und andere Dickmacher (Weißmehlprodukte) meidet, ist dies eine sehr gute Möglichkeit, Figur und Essverhalten langfristig in den Griff zu bekommen. P.S. Pizza gehört leider nicht dazu, wenn man ernsthaft abnehmen möchte!

Gesund mit der Kreta-Diät. Das Ernährungsgeheimnis für ein langes Leben

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Glyx-Diät:

Der Name Glyx-Diät stammt von der Ökotrophologin Marion Grillparzer, die den Begriff Glyx 1999 als Kurzform für “glykämischer Index” einführte. Die so genannte Glyx-Diät ist mit der Montignac-Methode und der Logi-Methode verwandt. Sie wird von ihren Vertretern als Diät zur Gewichtsreduktion empfohlen, aber auch als Dauerernährung.Bei der Diät wird zwischen “guten” und “schlechten” Kohlenhydraten unterschieden. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit hohem Glyx (Glykämischer Index: Je höher der Wert ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an.), z.B. Traubenzucker, führen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Der Körper schüttet als Reaktion viel Insulin aus, um den Zucker abzubauen. Je steiler der Blutzuckeranstieg war, desto heftiger fällt die Insulin-Reaktion aus und desto schneller fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, so dass man schneller wieder Hunger bekommt, so die Theorie.

Bewertung: Die aufgenommene Kalorienmenge wird vernachlässigt. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt als der Körper verbraucht, nimmt jedoch zu, unabhängig vom Glyx. Fett enthält keine Kohlenhydrate und hat daher einen niedrigen GI, enthält aber relativ viele Kalorien. So hat eine Scheibe Brot mit Butter und Käse einen niedrigeren GI als eine trockene Scheibe Brot. Die meisten Nahrungsmittel werden nicht isoliert gegessen, sondern mit anderen zusammen. Die einzelnen GI-Werte können aber nicht einfach addiert werden, das führt zu falschen Ergebnissen. Außerdem schwankt die glykämische Reaktion des Körpers auf dasselbe Lebensmittel bei derselben Person teilweise erheblich, selbst innerhalb eines Tages. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist der GI für sich allein kein sinnvolles Kriterium zur Beurteilung von Lebensmitteln. Nur wenn man sich also eng an die Ernährungspläne und Empfehlungen hält, und auch die Art der Speisenzusammensetzung mag, ist dies eine geeignete Methode zum Abnehmen.

Die GLYX-Diät. Abnehmen mit Glücks-Gefühl

Montignac-Methode

(eine Art von Glyx-Diät): richtet sich nach dem Glykämischen Index, begrenzt die Menge der Kohlenhydrate nicht und ist eine Form der Trennkost. Der Fettanteil beträgt maximal 30 %.

Logi-Methode

(eine Art von Glyx-Diät): nach Nicolai Worm basiert vor allem auf dem Glykämischen Index. Grundlage sind Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Öle. Die Ernährung ist sehr eiweißreich. Bewertung: siehe Glyx-Diät.

Das große LOGI Kochbuch. 120 raffinierte Rezepte zur Ernährungsrevolution von D. Nicolai Worm.

South Beach-Diät

(eine Art von Glyx-Diät) : nach Arthur Agatston basiert ebenfalls auf dem Glykämischen Index, kohlenhydratarme und fettarme Ernährung werden miteinander kombiniert, eiweißbetont. Bewertung: Sehr populär bei Hollywood-Stars und anderen Sternchen zum Abnehmen von ein paar lästigen Kilos. Keine Methode zur langfristigen Ernährungsumstellung.

Die South Beach Diät. Das Kochbuch. Über 200 köstliche Rezepte zur Sensationsdiät

Detox Diät:

Das große Problem unserer Zeit, nämlich Übergewicht in breiten Bevölkerungsschichten und auch schon bei Kindern lässt sich laut der britischen Ärztin Dr. Paula Baillie-Hamilton auf sogenannte „chemische Kalorien“ zurückführen. Spuren unterschiedlichster Chemikalien, insbesondere Pestizide, Fungizide, Herbizide und Kunstdünger aus der konventionellen Landwirtschaft, sind in der Luft, im Wasser, in Nahrungsmitteln, in Medikamenten, sie sind allgegenwärtig. Sie lagern sich im Körper ab und binden Fett. Durch Studien konnte nachgewiesen werden, dass Medikamente, die in der Tierzucht zur Mastförderung eingesetzt werden, nach dem Verzehr des Fleisches im Menschen „weiterwirken“. Tiere, die zur Ernährung des Menschen dienen, erhalten heutzutage chemische Stoffe mit ihrem Futter, die ihren Stoffwechsel verlangsamen und sie zu besseren „Futterverwertern“ machen. Dies zum Nutzen der Landwirte, die trotz geringerem Futtereinsatz höhere Erträge des Fleischgewichts erzielen. Der Detox-Plan zielt also erstens auf die Vermeidung von „chemischen Kalorien“ ab, indem Lebensmittel aus der ökologischen Landwirtschaft bevorzugt gegessen werden sollen. Zweitens hat Dr. Baillie-Hamilton ein 28-Tage-Entgiftungsprogramm entwickelt, mit dem sowohl eine Reduzierung des Körpergewichts als auch eine totale Entgiftung erreicht werden soll. Bewertung: Plausible Argumentation und interessanter Erklärungsansatz für das Übergewichtsproblem der heutigen Industriegesellschaften. Erfolg beim Abnehmen wird aber auch nur durch eine kalorienreduzierte Mischkost erreicht.

Buchtipp: Die Detox-Diät. Das sensationelle Entgiftungsprogramm

Vollweib-Diät:

Die Vollweib-Diät wurde von der deutschen Schauspielerin Christine Neubauer begründet, die trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer üppigen, weiblichen Rundungen bei Männern und Frauen sehr gut ankommt. Sie hat fünf einfache Regeln für ihr Geheimnis der Vollweib-Diät! (Öko-Test hat über die Vollweib-Diät mit “Sehr gut” geurteilt! Öko-Test 02.03)

Die Vollweib-Diät. Mein Weg zur Wohlfühl-Figur

Walleczek-Methode:

nach Sasha Walleczek aus Österreich, Faustregel bei den Hauptmahlzeiten: eine Handfläche Eiweiß, maximal eine Faust stärkehältige Kohlenhydrate und mindestens zwei Fäuste Gemüse. Beachtung von 10 schlagwortartigen Regeln:
Eiweiß: Essen Sie zu jeder Mahlzeit ein wenig Eiweiß. Etwa ein paar Nüsse oder ein Joghurt oder Hüttenkäse.
5 Portionen pro Tag: Nehmen Sie mehrere, dafür kleinere Mahlzeiten zu sich. Nie hungern, keine Mahlzeit auslassen. Immer essen, bis Sie satt, aber nicht voll sind.
Vollwert: Essen Sie naturbelassene, vollwertige Nahrungsmittel, also etwa Vollkornbrot, ungeschälten Reis und möglichst wenig Fertiggerichte.
Aufmerksam sein: Lassen Sie keinen Müll in Ihren Körper – lesen Sie Etiketten. Vermeiden Sie alles, was Ihr Körper nur wieder ausscheiden muss und keine Nährstoffe enthält. Wie Konservierungsmittel, Zusatzstoffe, Aromen, Pestizide, Herbizide.
Essen nach Jahreszeiten: Essen Sie saisonal und regional. Obst und Gemüse, die in der Umgebung wachsen und gerade Saison haben, müssen oft nicht so stark gespritzt werden, sie werden eher reif geerntet und nicht so lange transportiert.
Vitamine: Essen Sie täglich sowohl rohes als auch gekochtes Gemüse.
Farbpalette: Treiben Sie es bunt! Essen Sie möglichst bunt und vielfältig – das ist gesund.
Sport: Machen Sie mindestens dreimal pro Woche für mindestens eine halbe Stunde Bewegung, die Ihren Puls merklich erhöht und den Stoffwechsel ankurbelt.
Flüssigkeit: Trinken Sie genug. Und zwar etwa 1,5 bis zwei Liter Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Bewertung: Gesundheitsorientierte Methode, die die meisten der heute bekannten Vernunftsregeln zum Thema Ernährung und Bewegung beinhaltet, und daher nichts wirklich Neues ist. Dennoch zu empfehlen.

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Kohlsuppendiät:

(auch unter dem Namen Krautsuppendiät oder Magic Soup-Diet bekannt) Die Kohlsuppendiät beinhaltet – wie der Name schon sagt – als Hauptnahrungsbestandteil selbst zubereitete Kohlsuppen, die ja durchaus lecker sein können. Es ist eine so genannte Crash-Diät, ähnlich der Ananas-Diät und der Zitronensaftkur, es wird versprochen, dass man in kurzer Zeit viel abnimmt. Bewertung: 2 bis 3 Kilo wird man schon abnehmen, wenn man sich eng an die vorgegebenen Rezepte hält, zumal Kohlsuppe an sich ja auch gesund ist. Allerdings ist die Diät sehr einseitig und nicht für eine längere Zeit geeignet.

Die magische Kohlsuppe. Das Kultbuch.

Metabolic Balance, auch “Strunz-Diät”:

Ein Metabolic-Balance Ernährungsplan zeichnet sich dadurch aus, dass nahezu jede Mahlzeit aus einer Kombination von Gemüse und Eiweiß besteht. Zudem sind nur bestimmte Getränke erlaubt oder bei einer Mahlzeit nur bestimmte Käsesorten. Die bekannten Kohlenhydratlieferanten wie Brot, Nudeln oder Reis werden in der strengen Phase des Metabolic-Programms gestrichen, um somit den Insulinspiegel auf Dauer zu senken und Heißhungerattacken auszuschließen. Eine Ernährung, die dem Körper ohne spezielle Zusatzmittel, alle notwendigen gesunden Nährstoffe zur Verfügung stellt. Bewertung: Auf Dauer zu einseitig.

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Markert-Diät:

Die Markert-Diät ist eine Form des modifizierten Fastens, bei der über 1-2 Wochen ein spezielles Eiweißpräparat eingenommen werden soll. Begleitet wird dies durch hohe Flüssigkeitszufuhr und intensives körperliches Training. Bewertung: Diese Diät soll laut Autor zu einer Mehrproduktion von Schilddrüsenhormonen führen, wobei ein verstärkter Umwandlungsprozess von T4 in die besonders stoffwechselaktive T3-Hormonphase stattfindet. Die postulierte Erhöhung des aktiven Schilddrüsenhormons T3 läßt sich jedoch nach Meinung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) nicht erreichen, so dass, wie bei allen stark hypokalorischen Diäten, ein Jo-Jo-Effekt wahrscheinlich ist. Nur wenn die Ratschläge, wie verringerte Energieaufnahme, weiterhin intensive Bewegung, Obst- und Gemüse-betonte, fettarme Ernährung, für die Zeit nach der Diät berücksichtigt werden, ist eine langfristige Gewichtsstabilisierung möglich.

Die neue Markert-Diät (Ratgeber Gesundheit)

Formula-Diäten:

Abnehmen mit Hilfe von Drinks, die aus Eiweißpulvern selbst angerührt werden. Dazu kann auch das Trinken von Gemüsebrühe, Gemüse- und Obstsäften gehören und ein annäherndes Fasten. Bewertung: Schwierig durchzuführen und häufig von ständigem Hungergefühl begleitet. Der Jo-Jo-Effekt könnte sich wahrscheinlich einstellen, denn man wird durchaus ein paar Kilos abnehmen, besonders wenn man auch Sport treibt. Nur geeignet für Abnehmwillige mit eiserner Disziplin, vielleicht als Einstieg in eine Ernährungsumstellung, wo es sehr motiviert, am Anfang gleich Erfolge zu sehen.

Abnehmen mit Appetitzüglern:

Medikamente, auf pflanzlicher Basis, denen eine Appetitmindernde Wirkung zugeschrieben wird. Die Wirkungsweise basiert auf im Magen stark aufquellenden Gel-artigen Ballaststoffen, die das Hungergefühl dämpfen.
Weiterhin gibt es Medikamente auf homöopathischer Basis, hier ist die Wirkungsweise nicht immer erklärbar. Bewertung: Vielleicht hilft das gedämpfte Hungergeühl, sich an kleinere Portionen zu gewöhnen, aber da keine Ernährungsumstellung erfolgt und das Essverhalten nicht hinterfragt wird, ist auch diese Methode nur für eine kurze Zeit geeignet. Positiv kann sich ein tatsächlicher Gewichtsverlust auf die weitere Ernährungsmotivation auswirken.

Hay’sche Trennkost:

Kohlenhydrate und Eiweiße sollen nicht zusammen aufgenommen werden, um eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden. Der New Yorker Arzt Dr. William Howard Hay entwickelte im frühen 20. Jahrhundert die Trennkost. Der Darm könne einweiß- und kohlehydrathaltige Lebensmittel nicht gleichzeitig verdauen, da dies zu einem Gärungsprozess im Darm führe. Eine Trennung der Lebensmittel führe zu einer besseren Aufspaltung der Lebensmittel und zu einer schnelleren Darmentleerung. Zu diesem Zweck teilte er die Lebensmittel in drei Gruppen, in die Eiweißgruppe (Fleisch, Milchprodukte), Nüsse, die Kohlenhydratgruppe (Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Bananen usw.) und die neutrale Gruppe (Salat, Obst, Gemüse, Erdnüsse, usw.), deren Lebensmittel frei mit denen anderer Gruppen kombiniert werden dürfen. Hülsenfrüchte sind völlig verboten, da sie sowohl Kohlehydrate als auch Eiweiße enthalten. Die Theorie weist einige Lücken bzw. Fehler auf:
1. Muttermilch enthält Eiweiß und Kohlehydrate – wie können sich Babys entwickeln, wenn sie diese Nahrung doch angeblich nicht verwerten können?
2. Hülsenfrüchte sind verboten – Erdnüsse aber sind erlaubt. Dabei sind sie gar keine “Nüsse” sondern Hülsenfrüchte.
3. Zahlreiche Nahrungsmittel sind einer unpassenden Gruppe zugewiesen. Kartoffeln beispielsweise enthalten Kohlenhydrate aber auch Eiweiß, Käse oder Quark immer Eiweiß. Bewertung: Diese Theorie gilt mittlerweile als medizinisch widerlegt. Wenn damit trotzdem Erfolge erzielt werden, dann eher wegen der bewussteren und gleichzeitig kalorienreduzierten Ernährungsform. In einer Neuauflage gibts ein preisgünstiges Buch zum Thema: Schlank werden nach Dr. Hay, Trennkost, Neuaufl.

Low Carb:

eine Diätform mit einer weitestgehenden Reduktion der dem Körper zugeführten Kohlehydrate. Die Low-Carb-Bewegung begann im 19. Jahrhundert, die ersten Theorien stellte der englische Mediziner William Banting (1797-1878) in seinem Buch Letter on Corpulence vor. Immer wieder meldeten sich Ernährungstheoretiker mit artverwandten Thesen zu Wort, doch erst mit der in den 70er Jahren in den USA publizierten Atkins-Diät wurde die Theorie einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Heute gibt es eine Vielzahl von Low-Carb-Varianten, die bekannteste ist bis heute die Atkins-Diät. Bewertung: Medizinisch und ernährungswissenschaftlich wird Low-Carb sehr kritisch betrachtet und häufig als Fehlernährung bezeichnet. Low Carb sei durch die Vermeidung von Kohlenhydraten und der gesteigerten Aufnahme von Eiweißen und Fetten eine einseitige Ernährungsform. Ein erhöhter Eiweißverbrauch könne zu Nierenschäden führen, eine vermehrte Fettaufnahme habe eine Erhöhung des Cholesterinspiegels ebenso zur Folge wie einen erhöhten Harnsäuregehalt – der wiederum die Gefahr von Gichtanfällen in sich birgt. Low-Carb wird mittlerweile als „Diätenlüge“ bezeichnet.

Atkins-Diät

(eine Art von Low Carb): Die Atkins-Diät erlaubt kaum Kohlenhydrate und ist sehr fett- und eiweißreich. Die heutige Form der Atkins-Diät ist nicht mehr das, womit Atkins seine Theorie ursprünglich begründet hat. In der Ursprungs-Diät waren Fett und Eiweiß erlaubt, Kohlenhydrate dagegen nicht. Diese Ansicht wurde inzwischen revidiert, so dass eine gemäßigte Kohlenhydrataufnahme heute zum System gehört. Auch sportliche Bewegung wird heute propagiert, wovon 1972 noch keine Rede war. Hintergrund für den Verzicht auf Kohlenhydrate ist das Ziel, erstens die Einlagerung der Kohlehydrate zu verhindern und zweitens den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Da unser Körper Eiweiß im anders als Kohlenhydrate nicht speichern kann, wird überschüssiges Eiweiß wieder ausgeschieden. Als Energiequelle bleibt Fett. Atkins selbst schien gewusst zu haben, dass seine Diät als Reinkultur betrieben schädlich und einseitig ist, denn er empfahl die Einnahme von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Atkins starb 2003, Gerüchten zufolge übergewichtig an den Folgen eines Herzinfarktes. Bewertung: Die heutige, modifizierte Atkins-Diät mit Betonung auf Bewegung und gesunden, vollwertigen Kohlenhydratanteilen kann für eine Weile zum Abnehmen angewendet werden, dennoch ist der Kerngedanke (Vermeidung von Kohlenhydraten) der falsche Ansatz. Wer viel Positives gehört hat und immer noch neugierig ist: Die neue Atkins-Diät. Abnehmen ohne Hunger

New York Diät:

nach David Kirsch, im Prinzip eine Variante der Low-Carb Diät, gepaart mit einem Fitnessprogramm.

Blutgruppen-Diät:

nach dem amerikanischen Naturheilkundler Peter D’Adamo. Die Blutgruppendiät geht davon aus, dass Menschen mit unterschiedlichen Blutgruppen Nahrung unterschiedlich verarbeiten. Sie enthält jedoch einige gravierende Fehler und wird u.a. von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) nicht empfohlen.

FdH:

bedeutet “Friss die Hälfte” und ist ein Diät-Klassiker – allerdings vor allem dann, wenn es darum geht, den altbekannten, oben bereits angesprochenen JoJo-Effekt hervorzurufen. Man isst einfach die Hälfte der gewohnten Nahrungsmenge und reduziert so die zugeführten Kalorien, ohne auf bestimmte, dickmachende oder ungesunde Nahrungsmittel verzichten zu müssen. Dabei kann es durchaus sein, dass selbst die Hälfte noch oberhalb dessen liegt, was zum Abnehmen erforderlich wäre! Bewertung: Nicht sinnvoll.

KFZ-Diät:

KFZ steht für “Kohlenhydrate, Fette und Zwischenmahlzeiten”. Entwickelt wurde die Diät vom Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. med. habil. Olaf Adam (Klinikum der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität). Vom Prinzip ähnelt die Theorie der des Trennkost-Urvaters Hay. Adam jedoch kombiniert in seiner KFZ-Diät klassische Trennkostansichten mit Low-Fat und Low-Carb-Elementen zu einer “neuen” Trennkost. Fette und Kohlenhydrate können vom Körper nicht gleichzeitig verbrannt werden, so seine These. Stattdessen verbrennt der Körper laut Adam die Kohlenhydrate und lagert die Fette ein. Die Folge: Kohlenhydratmahlzeiten und Fettmahlzeiten sind voneinander zu trennen. Auch bei Adam gibt es drei Nahrungsmittelgruppen, die Kohlenhydrate (zusätzlich unterteilt in “gute” und “böse” Kohlenhydrate), die Fette und die “Sattmacher”. Letztere dürfen mit den beiden ersten Gruppen frei kombiniert werden. Abgesehen von Eigenstudien von Adam existieren zurzeit noch keine verlässlichen Studien über die Wirksamkeit der Methode. Bewertung: Wieder kann man die Frage stellen, ob die Natur sich derart irren kann, indem sie nämlich Muttermilch mit Fett und Kohlenhydraten gleichzeitig ausgestattet hat. Andererseits gibt es zahlreiche Menschen, die es mit Hilfe dieser Methode geschafft haben, abzunehmen.

KFZ-Diät

Definition Diät: Umstellung der Ernährung zur Gewichtsabnahme, Reduzierung der Kalorienzufuhr, wodurch der Körper seine Reserven abbaut, das überschüssige Fett schwindet. Der Nachteil einer Diät: Der Körper fährt während der Diät seinen Energieverbrauch auf ein Minimum zurück, ein Schutzreflex unserer Urahnen in mageren Zeiten. Wird dann nach dem Ende der Diät wieder “normal” gegessen, lagert der Körper sofort Energie in Form von Fett ein – für zukünftige magere Zeiten. Im Volksmund ist dieser Effekt auch als JoJo-Effekt bekannt. Sinn machen Reduktionsdiäten nur, wenn vorher / währenddessen / danach auch eine entsprechende Umstellung der Ernährung erfolgt.

Weitere Diät-Begriffe:

Glykämischer Index: ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Teilweise wird dafür auch die Bezeichnung Glyx verwendet oder die Abkürzung GI. Je höher der Wert ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an.

Schlank im Schlaf: Eine andere Bezeichnung für die Insulin-Trennkost-Diät.

FdH: bedeutet „Friss die Hälfte“.

Abnehmen mit Appetitzüglern: Medikamente, oft auf pflanzlicher Basis, denen eine Appetitmindernde Wirkung zugeschrieben wird.

Crashdiät: Durch extreme Kalorienreduzierung schneller Verlust von Gewicht in einem kurzen Zeitraum, das allerdings meistens schnell wieder drauf ist.

Fatburner: Lebensmittel, denen eine besonders fettverbrennende Wirkung zugeschrieben wird, z.B. Ananas, Papaya.

Rohkost: Ernährung, die nur Obst, Gemüse und Nüsse/Samen enthält und auf erhitzte und veränderte Nahrung verzichtet.

Vegetarisch: Fleischlose Ernährung.

Pesci-Vegetarier: Vegetarier, die Fisch essen.

Low-Fat-Produkte: Fettreduzierte Nahrungsmittel, z.B. von „Du-Darfst“.

Cellulite: Orangenhaut, insbesondere an den Oberschenkeln, aber auch an Gesäß und Bauch.

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Comments

  1. denkt man am Anfang gar nicht was so eine kleine Seite für eine riesen Arbeit machen kann

  2. Carsten Appel says:

    Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung der Diäten und der Bewertung. Wir werden demnächst einen Blogbeitrag dazu verfassen und gerne auf euch verweisen.

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